Konzept

Unser Ziel ist die Schaffung einer sicheren, stressfrei und zügig zu befahrenden Route abseits der mit Kfz-Verkehr hoch belasteten B 96, die sich aber zugleich in unmittelbarer Nähe zur Hauptgeschäftsstraße von Tempelhof und Mariendorf befinden soll.

Wir schlagen deshalb zwischen Alt-Tempelhof und Alt-Mariendorf eine Nord-Süd-Route durch überwiegend ruhige Nebenstraßen vor. Diese Route verläuft in nur 200 Meter Entfernung und jeweils nur einen Block entfernt parallel zu den Geschäftsstraßen Tempelhofer Damm und Mariendorfer Damm. Zugleich werden mehrere Schulstandorte erschlossen.

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Einige Straßenabschnitte müssten asphaltiert werden, so die Schönburgstraße, die Blumenthalstraße und ein Abschnitt der Werderstraße. Der Weg durch den Bosepark von der Schönburgstraße zur Blumenthalstraße kann für den Radverkehr geöffnet werden (Zusage des FB Grün Tempelhof-Schöneberg, Februar 2014). Am Friedensplatz wird die ostwestlich verlaufende bezirkliche Nebenroute NR7 von Steglitz nach Britz gekreuzt. Die genannten Straßenabschnitte sind bereits Bestandteil des von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg beschlossenen bezirklichen Nebenroutennetzes.

In Mariendorf verläuft die Route durch die Machonstraße. Ein Abschnitt der Richterstraße müsste hier asphaltiert werden. Ein geplanter Radweg zwischen Kaiser- und Prinzenstraße ermöglicht einen geradlinigen Routenverlauf. Auch hier besteht Anschluss an eine Ost-West-Route via Kurfürsten- und Kaiserstraße (Tangentialroute TR 8; Zuständigkeit: Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt).

Die genannten Nebenstraßen sollten nach erfolgter Asphaltierung zu Fahrradstraßen gewidmet werden. Einzelvorfahrten an mehreren Kreuzungen sind denkbar.

Die Überwindung des Teltowkanals und der Anschluss im Bereich Alt-Mariendorf stellen zwei besondere Herausforderungen dar. Eine geradlinige Verbindung zwischen Tempelhof (Werderstraße) und Mariendorf (Machonstraße) ist auf Grund der fehlenden Teltowkanal-Querung zwischen Germelmannbrücke (Alarich- und Rathausstraße) und Stubenrauchbrücke (Tempelhofer und Mariendorfer Damm) nicht herstellbar. Auch die privaten Grundstücke und die Sportanlagen zwischen Ullstein- und Markgrafenstraße blockieren eine direkte Verbindung.

Wir schlagen daher eine Umfahrung im Uhrzeigersinn vor: von der Werderstraße im Norden kommend über Viktoriastraße zur Stubenrauchbrücke. Auf dem Mariendorfer Damm würde ein Radstreifen bis zur Markgrafenstraße eine sichere Verkehrsführung und Rechtsabbiegesituation für Radfahrer gewährleisten. Über die Markgrafenstraße (Asphaltierung) wird dann schließlich der für Radfahrer sichere südliche Routenabschnitt auf der Machonstraße erreicht.

In umgekehrter Richtung, also von Süd nach Nord, verläuft die Route von der Machonstraße nach links in die Markgrafenstraße und dann rechts in die Rathaus-/Alarichstraße. Hier ist die Anlage eines Radstreifens (Schutzstreifen) in Richtung Norden erforderlich. Über die Wolframstraße wird schließlich die Werderstraße durch Rechtsabbiegen erreicht. Vorteil dieser Lösung: die Hauptverkehrsstraßen werden nur kurz berührt und nicht gekreuzt, auf den jeweils ca. 400 Meter langen Abschnitten lassen sich Radverkehrsanlagen ohne größere Schwierigkeiten einrichten.

Der Anschluss der Route in Richtung Süden, nach Alt-Mariendorf und Hirzerweg (bezirkliche Nebenroute NR 1) wird schließlich über die Wageverbindungen durch Grünanlagen zwischen Rathausstraße und Upstallweg bzw. von der Richterstraße zum Mariendorfer Damm – über die Straße Alt-Mariendorf zum Forddamm hergestellt.