Diskussion um die besten Trassen

By | 28/06/2016

Wir möchten mit den Leuten aus der Politik, auf der Straße, in PKWs und LKWs und vor allem auf Fahrrädern über die besten Möglichkeiten der Umgehung diskutieren.

Wie fahrt ihr, um den Tempelhofer und Mariendorfer Damm zu umgehen? Was ärgert euch? Was würde euch helfen?

Bitte schreibt uns hier eure Kommentare.

9 thoughts on “Diskussion um die besten Trassen

  1. Wentus

    Wenn ich mit dem Auto auf dem Mariendorfer Damm im Stau stehe, wünsche ich mir, dass mehr von den anderen Autofahrern ein Fahrrad benutzen würden.

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    1. Ole Arthur Nordmann

      Endlich scheint es wenigstens ein kleines Stück voranzugehen …
      mögen nur die Politiker sich ihrer Worte auch nach den Wahlen im September erinnern!!!

      Weiter so, ihr Unermüdlichen!

      Ole Arthur Nordmann

      Reply
  2. Günter Kleff

    Ich finde euren Vorschlag zur Querung des Boseparkes zwischen Schönburgstr. und Bosestr. nicht gut, weil:
    1. Die ganze Osttangente des Boseparks, die jetzt als Parkweg von vielen Anwohnern (u.a. von Müttern mit Kleinkindern und Joggern) genutzt wird, würde ihre jetzige Erhohlungsqualität verlieren.
    2. Der Weg führt durch eine Senke, was bedeutet, dass viele Radfahrer beim Erreichen der Senke eine ziemliche Geschwindigkeit haben werden, was den negativen Effekt von 1) noch verstärkt.
    3. Am südlichen Ende des Weges zur Bosestrasse hin ist der Abstand zwischen den Häuserwänden und dem Tennisplatz sehr schmal. Um eine gegenseitige Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern zu vermindern, müsste man m.E. mindestens 1,5 m vom Tennisplatz dazu bekommen. Ist der Tennisverein dazu bereit Fläche aufzugeben?

    Ich habe mir 2 Alternativen, ein kleine und eine grosse, zu eurem Vorschlag überlegt:
    1. Klein: Statt der Querung des Boseparks kann man die Radroute auf der gesamten Länge der Schönburgstr. und dann der Parkstr. bis zur Blumenthalstr. führen.
    2. Gross: Vom Norden des T-Damms kommend würde ich den Radweg nach der Autobahn direkt rechts in die Ringbahnstr. führen und dann nach links in die Neue Str., die man komplett bis Alt-Tempelhof als Fahrradstrasse ausweisen könnte. Vielleicht gibt es hier sogar noch die Zusatzmöglichkeit über den öffentlichen Bahnparkplatz auf das BSR-Gelände zu gelangen und von dort in die Neue Str. zu fahren. In Alt-Tempelhof kann man dann den Radweg nach links bis auf die Höhe der Einmündung der Reinhardtstr. durch den kleinen Park führen und dann hinüber in die Reinhardstr.. Von dort geht es dann nach Süden bis zur Parkstr. und dann nach rechts an der Alten Dorfkirche vorbei bis zur Blumenthalstr..
    Meine grosse Lösung hat den Vorteil, dass sie den Bosepark nicht beschädigt und in ihrem Verlauf viel weniger Strassenpflasterbeseitigungen erfordert. Ausserdem vermeidet sie die gefährliche und wahrscheinlich nur schwer umzubauende Kreuzung T-Damm/Alt-Tempelhof, mehrere Bushaltestellen und eine Lidl-Ausfahrt. Mir ist bewusst, dass die Gartendenkmalpfleger wegen des vorgeschlagenen Radwegs im kleinen Park auf der alten Dorfaue aufschreien werden. Ich glaube aber, dass der Park, den im Moment wegen des Verkehrsgetöses sowieso kaum jemend nutzt, durch einen klug gestalteten Fahrradweg sogar aufgewertet würde.

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    1. AhaB96

      Günter Kleff,
      vielen Dank für ihren Diskussionsbeitrag!
      In den von ihnen vorgeschlagenen Varianten südlich der Straße Alt-Tempelhof sehen wir Stärken und Schwächen:
      + Integration bereits vorhandener Radverkehrsanlagen (die noch zu ertüchtigen sein würden, insbesondere die Mündungen der zu schmalen Radwege in die Schönburg-Parkstr., die zudem häufig zugeparkt sind)
      – verschlungene und damit längere Streckenführung

      Unserer Ansicht nach ist eine möglichst gradlinige Streckenführung anzustreben, die dem Radverkehr mit unterschiedlichen Zielen bestmöglich dient. Daher wäre es zu überlegen, ob der Radverkehr zwischen (zu asphaltierender) Blumenthalstr. und der Straße Alt-Tempelhof nicht konsequent durch die zu asphaltierenden Schönburg- und Parkstr. geführt werden sollte; eine Radfreigabe durch den Bosepark zwischen Richnow-Schönburg- und Blumenthalstr. wäre dann nicht erforderlich.

      Ihre Idee, über das umzäunte BSR-Gelände vom P+R-Platz südlich des S Bhf. Tempelhof und der Autobahnabfahrt zum Te-Damm zur Neuen Straße hätte unserer Ansicht nach nur geringen Nutzen, da
      1. der Hochbord-Radweg am Tempelhofer Damm die Ringstraße in nur 50 Metern erreicht und
      2. die Radfreigabe für Privatgelände sich erfahrungsgemäß schwierig gestaltet – vielleicht fragen sie die BSR mal?

      kontakt@Berlin-B96.de

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    2. Christian Wegener

      Sehr geehrter Herr Kleff,
      da ich in der Schönburgstraße seit über 15 Jahren wohne und die Parkanlagen (Bose-, Lehne-, Alter Park) täglich nutze, möchte ich Ihre Vorschläge kurz kommentieren:
      zu 1. und 2. stimme ich Ihnen voll und ganz zu, da ich jeden Tag mit dem Fahrrad diesen geplanten Weg (vorsichtig) nutze (Parkweg parallel zu Stolbergstr., durch den Bosepark und dann -leider- auf dem Fußweg weiter, da die Schönburgstr. plastersteintechnisch nicht mit dem Rad zu befahren ist, um nicht alle Zahnplomben zu verlieren).
      zu 3. darf ich Ihnen als ehemaliges Vorstandsmitglied des Tempelhofer Tennis-Clubs mitteilen, dass es sich hierbei um ein vom Berliner Senat gepachtetes Grundstück handelt, und bauliche Änderungen INNERHALB des Tennisvereins nicht zulässig sind und durch entsprechende Zäune limitiert sind. Andererseits ist dieser Weg-Bereich zwischen Tennisareal und Häuserwand (Kreuzung Park-, Blumenthal-, Bosestr.) mit ca. 1 Meter breiten Sträucher- und Heckenbeflanzung gesäumt, die durchaus entfernt werden könnten, und so den Weg an dieser Stelle verbreitern könnten. Ob die Gefahr für Fußgänger und Radfahrer durch herüberfliegende Tennisbälle „schlimmer“ wäre, als die konsequente Vermüllung in diesem Bereich, bleibt abzuwarten.

      Nun zu Ihren Alternativen:
      „Kleine Lösung“: Eine Umfahrungs-Nutzung über Schönburg-, Park- und Blumenthalstr. ist m.E. nur durch erhebliche bauliche Änderungen möglich! Als begeisterter Radfahrer steht mir diese Alternative nur dann zur Verfügung, wenn ich selbiges schiebe, da auf dieser Umfahrung ausnahmslos Pflastersteine ein sinnvolles Weiterkommen unmöglich machen. Eine Eingabe meinerseits bei der BVV vor über 10 Jahren, die Schönburgstr. als sog. „Spielstraße“ auszuweisen, um die permanente Kfz-Durchfahrt als potentielle Abkürzung zu unterbinden, wurde abgelehnt. Des Weiteren sind die bisherigen Kfz-Parkplätze für Anwohner in den drei o.g. Straßen schon extrem reglementiert und reduziert, sodass eine sinnvolle Parkraum-Bewirtschaftung sich schwierig gestalten wird, zumal Zulieferer und Parkplatz-Suchende aus dem Umland diese Straßen ständig morgens und nachmittags verstopfen. Viel gravierender sind für mich die jeweiligen Straßen-BREITEN, die ein gemeinsames Vorankommen von Pkw und Fahrrädern unmöglich machen, da schon jetzt keine zwei Fahrzeuge nebeneinander vorbeifahren können. Also entweder muss die Umfahrung vollständig saniert und asphaltiert werden, und der gesamte Kfz-Verkehr aus diesem Bereich verbannt werden, oder die meisten Radfahrer nutzen (wie ich) verkehrswidrig die jeweiligen Bürgersteige!
      Ihre „große Lösung“ halte ich für sinnvoller, mit den schon erwähnten Hinweisen bzgl. Parkraum-Bewirtschaftungs-Problemen in der Neuen Str., Reinhardstr. usw. Wo sollen die Leute ihre Autos parken? Wie kommen Zulieferer, Händler, Krankenwagen, Feuerwehr etc. auch in diese Areale? Der Reinhardplatz ist für viele Kfz-Nutzer die letzte „Parkplatz-Bastion“ in der ständig zugeparkten Umgebung!
      Entweder muss der Kfz-Verkehr VOLLSTÄNDIG aus diesem Bereich umgelenkte werden, oder alles bleibt so (schlecht) wie bisher!

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  3. Anonymous

    der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Berlin hat auf Grund der NOx-Belastung der Luft von Hauptverkehrsstrassen ua für die Abschnitte des
    Tempelhofer Damms zwischen Ringbahnstraße und Burgemeisterstraße
    sowie des
    Mariendorfer Damms zwischen Ullsteinstraße und Westphalweg
    bei der Verkehrslenkung Berlin (VLB) Tempo 30 gefordert!
    Ein Schritt in die richtige Richtung!!
    Bleibt zu hoffen, dass die VLB sich die Zeit nimmt, das schnell zu bearbeiten und umzusetzen!!!

    http://www.bund-berlin.de/nc/bund_berlinde/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/der-luftreinhalteplan-ist-einzuhalten.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=447&cHash=09540946840a8f043df49f14dea7013a

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr-in-berlin-auf-diesen-strassen-soll-tempo-30-gelten/14487854.html

    Ole Arthur Nordmann

    Reply
  4. Anonymous

    der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Berlin hat auf Grund der Luftbelastung durch NOx an Hauptverkehrsstrassen bei der Verkehrslenkung Berlin (VLB) für die Abschnitte des
    Tempelhofer Damms – zwischen Ringbahnstraße und Burgemeisterstraße
    sowie des
    Mariendorfer Damms – zwischen Ullsteinstraße und Westphalweg
    Tempo 30 gefordert!

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr-in-berlin-auf-diesen-strassen-soll-tempo-30-gelten/14487854.html

    http://www.bund-berlin.de/nc/bund_berlinde/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/der-luftreinhalteplan-ist-einzuhalten.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=447&cHash=09540946840a8f043df49f14dea7013a

    Das ist ein Schritt in die richtige Richtung!!
    Bleibt zu hoffen, dass sich die VLB recht bald die Zeit nimmt, den Antrag zu prüfen und dann auch umzusetzen!!!

    Ole Arthur Nordmann

    Reply
  5. mint

    Ich finde es schade, dass hier RadfahrerInnen immer noch nach dem Leitbild der autogerchten Stadt denken. Stadt eine Umfahrung des des Problems zu diskutieren, fände ich es wesentlich spanndender eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Umgestaltung der B96 zu diskutieren. Selbstverständlich ist das keine leichte Aufgabe, aber den einfachen Weg einer Umfahrung zu wählen, scheint mir dann doch etwas zu rückwärtsgewand.

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  6. Ole Arthr Nordmann

    Hallo allerseits
    das Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg (NFTS; http://www.rad-ts.de)) hat mittlerweile bereits zwei Demonstrationen für Radverkehrsanlagen am TeDamm zwischen Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße durchgeführt und sogar einen Einwohnerantrag für einen Verkehrsversuch in die BVV Tempelhof-Schöneberg eingebracht, der am Mi 20.09.17 um 17 Uhr in der BVV behandelt werden wird.
    Siehe https://www.rad-ts.de/category/projekte/b96/
    und https://www.facebook.com/FahrradfreundlichesTS

    Damit sind die vorgeschlagenen Umfahrungen der B96 im Herzen Tempelhofs allerdings nicht vom Tisch. Der Teil nördlich des Teltowkanals ist im wesentlichen Teil des von der BVV beschlossenen, mit Mitteln ausgestatteten und in der Umsetzung befindlichen Nebenroutenkonzepts (NR 2 und NR 3; siehe http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/gremien-und-ansprechpersonen/fahrrat/artikel.387441.php). Der Teil südlich des Teltowkanals ist Thema der Drucksache 1970/XIX ‘Machbarkeitsstudie für Radweg-Durchstiche in Mariendorf’, siehe http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo040.asp
    Vielleicht wird sogar eine Fussgänger und Radfahrerbrücke über den Teltowkanal gebaut?

    Der ADFC schreibt zum Thema Tempelhofer und Mariendorfer Damm folgendes:
    http://adfc-berlin.de/aktiv-werden/in-deinem-bezirk/tempelhof/470-tempelhofer-und-mariendorfer-damm.html

    Mal schauen, wie der Einwohnerantrag zum Verkehrsversuch mit Radverkehrsanlagen auf dem TeDamm in der BVV am Mi 20.09. beschieden werden wird. Zahlreiches Erscheinen in der öffentlichen BVV-Sitzung würde das Anliegen, sichere Radverkehrsverbindungen im Zentrum des Bezirks zu schaffen, wirkungsvoll unterstützen!

    In diesem Sinne
    Ole Arthr Nordmann

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